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Archive for January, 2011

Alvar Freude spricht Klartext zu Quick Freeze, das als Alternative zur verdachtsunabhängigen Speicherung von Verbindungsdaten ins Spiel gebracht wurde, zuletzt sogar von der Ministerin der Justiz Leutheusser-Schnarrenberger.

Quick Freeze halte ich schon immer für Augenwischerei, die Speicherung von IP-Adressen als Totalüberwachung zu bezeichnen schon immer für unsäglichen Unfug. Beides habe ich schon vor Jahren öffentlich geschrieben. … Die Diskussion über die Vorratsdatenspeicherung besteht im Prinzip aus zwei Teilen. Beide gehören streng genommen nicht zusammen, werden aber meistens zusammen diskutiert…. Auf der einen Seite „wir brauchen das aber, sonst gibt es einen rechtsfreien Raum im Internet“, und auf der anderen Seite steht die Angst vor der Totalüberwachung jeglicher Kommunikation. Realistisch betrachtet passt aber beides jeweils nur auf einen der beiden Teile des Diskussionskomplexes. Diese Teile sind:
* Die Speicherung welche IP-Adresse wann wem zugeordnet war
* Die Speicherung von allen Kommunikationsdaten wie beispielsweise wer wem wann eine E-Mail geschrieben oder wer wann mit wem wo telefoniert hat

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ODF in Lettland

Simon Phipps berichtet, die Regierung in Lettland setze nun auf Open Document format.

The speaker before me was from the government and made an important announcement; that from now on, all government departments in Latvia must accept documents in ODF.

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The European Council has some difficulties to apply the TURCO judgement of the ECJ which clearly mandates a disclosure of legal advice unrelated to court proceedings. Legal advice concerning the enhanced cooperation on an unitary patent, they think they are permitted to keep it confidential. I strongly doubt so. Just have a look at the arguments:

Dear Mr Rebentisch,

Your request of 26 December 2010 for access to document 17220/10 was registered on 3 January 2011 by the “Access to Documents” unit. Thank you for your interest.

The General Secretariat of the Council has examined your request on the basis of Regulation (EC) No 1049/2001 of the European Parliament and of the Council regarding public access to European Parliament, Council and Commission documents (Official Journal L 145, 31.5.2001, p. 43) and the specific provisions concerning public access to Council documents set out in Annex II to the Council’s Rules of Procedure (Council Decision No 2009/937/EU, Official Journal L 325, 11.12.2009, p. 35) and has come to the following conclusion:

Document 17220/10 contains a contribution of the Legal Service regarding the compatibility of possible enhanced cooperation in the field of patents with the internal market and the other provisions of the Treaties.

The legal advice contained in this document is particularly wide in scope, since it examines the question of whether implementing enhanced cooperation as regards the European Union patent is compatible de jure with the provisions of the Treaties, and in particular those that govern the internal market. Were the document released to the public, there is a risk that the legal advice would be taken out of its specific context and be applied in other areas where the question is raised. This would be detrimental to the protection of legal advice.

In addition, divulgation of the legal advice contained in the document would undermine the protection of legal advice, since it would make known to the public an internal opinion of the Legal Service, intended for the members of the Council. The possibility that the legal advice in question be disclosed to the public, may lead the Council to display caution when requesting written opinions from its Legal Service, since it could find itself in a situation where it would need to defend the decision it has taken against a – potentially critical – advice given by its Legal Service.

Moreover, the Legal Service could come under external pressure which could affect the way in which legal opinions are drafted and hence prejudice the possibility of the Legal Service to express its views free from external influences. Disclosure of the legal advice would also affect the ability of the Legal Service to effectively defend the decision taken by the Council before the Community courts.

In view of the foregoing, the General Secretariat is unable to grant you full access to this document, since the disclosure of the document would prejudice the protection of legal advice under Article 4(2) second indent of Regulation 1049/2001. As regards the existence of an overriding public interest in disclosure, the General Secretariat considers that, on balance, the principle of transparency which underlies the Regulation would not, in the present case, prevail over the above public interest so as to justify disclosure of the document.

However, pursuant to Article 4(6) of the Regulation, you may have access to the first three paragraphs of the requested document, which are not covered by any of the exceptions under the Regulation.

According to Article 7(2) of the Regulation, you may submit a confirmatory application requesting the Council to reconsider this position, within 15 working days of receiving this reply 1.

Yours sincerely,

For the General Secretariat

Jakob Thomsen

Enclosure

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Die Doc Foundation lädt zur LibreOffice release party am Montag, da soll die neue Version 3.3 der Büroanwendung vorgestellt werden, deren Erwähnung ein gar säuerliches Lächeln auf die Lippen von Oracle-Mitarbeitern zaubert (ausprobieren! es funktioniert).

LibreOffice 3.3 Tea Party: Parce que vous aussi, vous avez le droit à une vrai suite bureautique libre et communautaire. Venez célébrer la sortie de LibreOffice 3.3 et rencontrer des gens qui aiment faire des fourchettes !


Libre Office La Cantina

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Die Überholung der Verbraucherschutzrichtlinie gehört zu den Dingen, die – dem Berichterstatter Andreas Schwab (EVP) sei dank – sehr gewissenhaft im Europaparlament behandelt werden, keine Spur vom wilden Chaos anderer Abstimmungen in den Ausschüssen. Dieses Valium der Sorgfalt bekommt nicht jedem seiner Kollegen sehr gut, aber es nimmt angesichts von 1500 Änderungsanträgen kaum Wunder, wenn die alte Forderung nach “impact assessment” einmal konsequent bedient wird. In der geplanten Richtlinienneufassung geht es vor allen Dingen um Verträge zwischen Anbietern und Konsumenten, um zulässige Geschäftsbedingungen. Hier wissen wir alle aus eigener Erfahrung, dass da einiges im argen liegt. Entsprechend stark der Druck und das Interesse an einer schwachen ordnungspolitischen Handhabe der betroffenen Wirtschaftszweige. Die Gefahr sich im Detail zu verlieren ist groß, das haben die Mitglieder des Ausschusses erkannt, die vor einem barock anmutenden Text stehen.

Für den 10. Januar ist nun eine Review der digitalen Aspekte im IMCO-Ausschuss auf dem Kalender. Es soll eine Art Metabericht “Briefing Paper” präsentiert werden. Ob dabei auch die für uns Konsumenten so wichtigen Fragen der Interoperation von digitalen Medien angesprochen werden, die nur ganz vereinzelt in den mehr als 1500 Änderungen angerissen werden, das vermag ich nicht zu sagen. Gerät-Programm Verbandelung bleibt für Konsumenten sicherlich ein Ärgernis der besonderen Art, gerade weil manche Länder wie z.B. Belgien zeigen, dass es auch besser geht. Ein unglücklicher Trend nicht nur technisch sondern sogar vertraglich mit dem Kunden die Verfügungrechte über sein Eigentum zu beschränken. Im alten digitalen Markt lobe man sich Microsoft und kritisiere Apple für die Haltung in der Frage, das Szenario ist durch die Smartphones aber noch viel größer geworden.

Verdächtig ist ausserdem, dass ausgerechnet die Finanzindustrie nicht von der Neuregelung der Richtlinie betroffen werden soll, und das in einer Zeit, wo die ausdrücklichen Deregulierungsanstrengungen des ehemaligen Kommissars Charlie McCreevy im Finanzbereich jede politische Unterstützung verloren haben. Als Optimist kann man vermuten, dass da noch etwas kommt als Paket eigener Art, um z.B. mit den unmöglichen Geschäftspraktiken eines gewissen Anbieters aus Luxemburg aufzuräumen, der sich auf die Abwicklung von eCommerce Bezahlungen spezialisiert hat und weitgehend unbehelligt die Grenzen der Legalität beim Kunden austestet. Mir kam es neulich so vor, als seien deren Beschwerdehotlines eine beträchtliche Einnahmequelle. Aber hier sehen wir ein Konstruktionsproblem der Europäischen Union, das einen von der Finanzindustrie wirtschaftlich beherrschten Zwergstaat wie Luxemburg politisch überrepräsentiert, und damit jede ordnungspolitische Handhabe unterminieren kann. Eigentlich muss aber auch jedem klar sein, dass die elektronische Bankdienstregulierung sehr komplex ist; so komplex ist, dass es nicht “knee jerk” Änderungsanträgen im Ausschuss zu einer allgemeinen Richtlinie für den Verbraucherschutz und selbst dem sorgfältigsten Berichterstatter überlassen werden darf. Schwab mag wohl seine Vorsicht in einem Gefühl des “never touch a running system” begründet haben. Für seine eigenwillige Sorgfalt sollten ihm seine Kollegen dankbar sein.

Die Abstimmung ist übrigens schon für den 26. Januar vorgesehen, ein Termin an den man nicht so recht glauben kann.

Berichterstatter: Andreas Schwab (EPP, DE)
Schattenberichterstatter:E. Gebhardt (S&D); R.Rochefort (ALDE); E. Turunen (Greens/EFA);
A. Bielan (ECR); K. Triantaphyllides (GUE/NGL); M. Salvini (EFD).

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Audex ist ein fantastischer CD-Ripper aber unter *buntu 10.10 ging plötzlich OGG rippen nicht mehr, das konnte man nicht mehr auswählen. Das ist aber nicht die Schuld der Programmentwickler, vorbis-tools hat in der Version 1.4 sein Interface einfach geändert. Die Version wird z.B. mit -V abgefragt vorher war es ein kleines v oder umgekehrt. –version gibt es auch noch. Patchen und kompilieren ist angesagt.

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In December, when I listened to all the public drama, the outcry about the new media law of the Hungarians, which took the Council rotating Presidency for Q1/Q2 2011, I thought, I’ve seen that before, would not surprise me at all if they implement European law.

Everyone is fast to make judgements about Hungary although no translation of the Hungarian law was available, just the angry curses of Hungarian civil society groups and the laughter of rapper Ice-T, the first “victim” of their “illiberal” media regulation

Here is something for you to study carefully, the European DIRECTIVE 2010/13/EU OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL of 10 March 2010 on the coordination of certain provisions laid down by law, regulation or administrative action in Member States concerning the provision of audiovisual media services (Audiovisual Media Services Directive, in short: AVMSD):

Article 9
1. Member States shall ensure that audiovisual commercial communications provided by media service providers under their jurisdiction comply with the following requirements:
(a) audiovisual commercial communications shall be readily recognisable as such. Surreptitious audiovisual commercial communication shall be prohibited;
(b) audiovisual commercial communications shall not use subliminal techniques;
(c) audiovisual commercial communications shall not:
(i) prejudice respect for human dignity;
(ii) include or promote any discrimination based on sex, racial or ethnic origin, nationality, religion or belief, disability, age or sexual orientation
(iii) encourage behaviour prejudicial to health or safety;
(iv) encourage behaviour grossly prejudicial to the protection of the environment;
(d) all forms of audiovisual commercial communications for cigarettes and other tobacco products shall be prohibited;
(e) audiovisual commercial communications for alcoholic beverages shall not be aimed specifically at minors and shall not encourage immoderate consumption of such beverages;
(f) audiovisual commercial communication for medicinal products and medical treatment available only on prescription in the Member State within whose jurisdiction the media service provider falls shall be prohibited;
(g) audiovisual commercial communications shall not cause physical or moral detriment to minors. Therefore they shall not directly exhort minors to buy or hire a product or service by exploiting their inexperience or credulity, directly encourage them to persuade their parents or others to purchase the goods or services being advertised, exploit the special trust minors place in parents, teachers or other persons, or unreasonably show minors in dangerous situations.

That was just a random quote, there is more of it. My colleague Erik Josefsson now provides a translation of the Hungarian law in his wiki, it would not surprise me at all if it’s outrageous but stays fully in line with the current European acquis.

What if Commissioners find out what they (or their predecessors) did recently, and now has to get implemented in the member states?

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