Der Musiker und Autor Sven Regener ganz fünsch zur Urheberrechtsdebatte in BR2 Zuendfunk, respektive zum Strukturwandel in der Musikindustrie. Regener beklagt, dass es keine “endemische Musik” der heutigen Jugend mehr gebe. Wo bleibt da der Rock’n Roll. Auch kaum noch Gesangsvereine wie zu Zeiten meines Opas oder Frühschoppen mit Dixieland-Kapelle. Übrig bleibe nur noch Volksmusik, das Trauma seiner Generation, die ganze Independent Szene mit Studentenpublikum sei weg, weil sich heutzutage die Piratenmentalität durchsetze. Da passt das mit dem Zu-end-funk eigentlich ganz gut.
Ergänzend: Ich bin einer der Dinosaurier, die mehr Musik kaufen als hören. Ich lerne heute vor allen Dingen Musik durch Youtube kennen.
Sven Regener hat Recht.Auch wenn es sich für Jüngere anhört wie “Opi erzählt vom Krieg”.
Übrigens ist Regener ein gefürchteter Interviewpartner, der Journalisten, die sich nicht ausreichend vorbereitet haben, böse anmacht. Zu Recht. Er erwartet von sich gute Leistung und das erwartet er auch von anderen.
Sven Regner hat mit 90% von dem was er sagt FAKTISCH unrecht, Insbesondere mit der zitierten, nicht vorhandenen “endemischen” Musik meiner Generation (eine wahnsinnige Behauptung deren Lächerlichkeit Regner noch dadurch unterstreicht, das er die Musikrichtung seiner Band als “indie” bezeichnet). Ein Dinosaurier-Rant, der eben mal allen Musikern “ins Gesicht pisst”, die in ihrer Jugend bereits selbst Musik runtergeladen haben, und ihre sozusagen im Gegenzug zur Verfügung stellen, zumindest frei hörbar machen. Denn das is ja quasi “Straßenmusik”. Meine Fresse